Unser Leitbild

 

Am 22. Juni 1969 haben wir den Grundstein für unser Gemeindezentrum gelegt. Der Text der Urkunde gibt das Ziel an für diesen Bau und für unsere Gemeinde: „Lehre uns an diesem Ort die Liebe für unser Leben.“ Und bezogen auf den Namenspatron unserer Kirche: „Möge uns der heilige Martin ein Beispiel menschlicher Güte sein, für die wir hier von Gott die Kraft bekommen.“ Wenn wir das immer wieder bedenken, dann sind wir Gemeinde. Wir kommen zusammen mit Menschen von überall her, die bei uns ihre geistige Heimat gefunden haben. Wir wollen die Zeichen der Zeit erkennen und deuten und in zeitgemäßen Gottesdiensten die Frohe Botschaft hören.

Sicher ist, dass heute zahllose Menschen auf der Suche sind nach „ihrer“ Gemeinde. Die neuen christlichen Glaubensgemeinschaften werden nicht mehr wie bisher die Zusammenfassung der Leute einer Gegend oder eines Stadtviertels sein. Mehr und mehr wird aus der Volkskirche eine Freiwilligkeitskirche, eine Gemeinschaft bekennender Christen, die ihren Glauben durch Gesinnung und Taten und nicht nur an den Kirchenfesten und im Steuerregister bezeugen.
Jesus hat nie gesagt: „Sammelt Anhänger“, sondern: „Verkündet die Frohe Botschaft.“ Das ist immer das verpflichtende Prinzip unseres Tuns – und das macht unsere Gemeinde offen.
Wir erstreben eine Offenheit, die vertrauend weiß, dass sie Salz ist, das nicht in der Salzdose aufbewahrt wird. Die Zukunft und Glaubwürdigkeit einer Gemeinde wird davon abhängen, ob sie in ihrer eigenen Ordnung die Struktur des christlichen Daseins wieder spiegelt. Es wird immer mehr entscheidend sein, ob der Gottesdienst vom gegenseitigen Dienen, vom „Dasein für andere“ her verstanden wird.

Diese Vorstellungen von der christlichen Gemeinde wollen wir verwirklichen. Hier können wir miteinander ganz Mensch sein, indem wir uns je neu dem Geist Jesu Christi öffnen. Dazu kommen wir zusammen, damit wir gemeinsam unsere menschlichen Möglichkeiten sortieren, nicht nur hörend, sondern auch miteinander sprechend.
Es geht uns um Gespräch und Offenheit. Formen und Formeln berühren den Menschen nicht in seinem Innersten. Wir fragen nicht nach Konfession und Kirchlichkeit, sondern freuen uns über jede/n Einzelnen, der den Weg zu uns findet. Wir sind offen für der Kirche Fernstehende, Skeptiker, Unangepasste und Querdenker. Vielleicht lernen sie bei uns kennen, wie Kirche auch sein kann.

Unser besonderes Augenmerk richten wir auf Menschen in Not und in schwierigen Lebenssituationen. Durch gezielte Projekte solidarisieren wir uns mit Menschen in Entwicklungsländern u. a. in Peru, Tansania und Indien. Sie sind uns Partner und Freunde geworden.